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Tschechische Republik

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Basisinfo

Dier Moldau-Brücken in Prag
Die Moldau-Brücken in Prag. Insgesamt gibt es neben der berühmten Karlsbrücke noch 14 weitere...
Quelle: che, CC BY-SA 2.5
Das Prebischtor ist die größte natürliche Sandstein-Felsbrücke Europas.
Das Prebischtor ist die größte natürliche Sandstein-Felsbrücke Europas.
Quelle: Pudelek, CC BY-SA 4.0
Ein Luchs
Im tschechischen Böhmerwald sind die scheuen Luchse wieder vermehrt heimisch geworden.
Quelle: Mistvan, CC BY-SA 3.0

Kirche

Römisch-katholische Kirche

Die römisch-katholische Kirche in Tschechien gliedert sich in zwei Kirchenprovinzen, welche im Wesentlichen den historischen Ländern Böhmen und Mähren (mit Mährisch Schlesien) entsprechen. Diese Kirchenprovinzen sind wiederum in insgesamt acht Diözesen untergliedert. Der Sitz der tschechische Bischofskonferenz befindet sich in Prag.

Das Verhältnis Kirche-Staat ist nach wie vor gestört, da das Parlament den Vertrag zwischen dem Vatikan und der Tschechischen Regierung bislang nicht ratifiziert hat. Neuerdings ist man jedoch wieder im Gespräch über dieses Thema. Durch die EU-Gesetzgebung ist kirchliches Leben aber an und für sich geschützt. Ungeklärt ist weiterhin die Finanzierung der Kirche.

Griechisch-katholische Kirche

Weiterhin existiert seit 1996 in Prag ein Apostolisches Exarchat in der Tschechischen Republik für Katholiken der Griechisch-Katholischen Kirche. Die katholische Militärseelsorge ist einem Militärvikariat zugeordnet. Das untergegangene Bistum Leitomischl (Litomyšl) wird heute lediglich als Titularbistum verwendet.

Orthodoxe Christen

Eine Besonderheit stellt die orthodoxe Kirche der Tschechen und Slowaken dar, da diese nach der Auflösung der Tschechoslowakei bis heute eine binationale Glaubensgemeinschaft bildet. Ein wichtiger Feiertag für Christen ist der 5. Juli, der an die Ankunft der Slawenapostel Kyrill und Method in Großmähren im Jahr 862 erinnert.

Kinder singen zusammen mit ihrer Betreuerin
Renovabis unterstützte die Caritas Litoměřice beim Aufbau des Kindergartens.
Quelle: Renovabis-Projektpartner
Kinder spielen im Stuhlkreis
Dank der Hilfe konnte der deutsch-tschechische katholische Kindergarten seinen Betrieb aufnehmen.
Quelle: Renovabis-Projektpartner
Eine Kapelle in Prag
Auch die Kapelle des Priesterseminars in Prag wurde renoviert.
Quelle: Renovabis-Projektpartner

Projektförderung

Die kirchliche Situation in Tschechien seit der Samtenen Revolution ist im Ganzen gesehen gut: Die Priester erhalten staatliche Löhne, die Bischöfe einen Zuschuss zum Unterhalt ihrer Behörden. Die laufenden Kosten von Schulen und caritativen Einrichtungen werden vom Staat bzw. den so­zialen Sicherungssystemen getragen. Lediglich in den westböhmischen Diözesen, die einen wesentlich geringeren Anteil an Katholiken aufweisen, ist die wirtschaftliche Lage der Kirche nicht immer ganz spannungsfrei.

Auch das relativ junge griechisch-katholische Exarchat kämpft trotz prosperierender aktiver Gemeinden und einer sehr guten Berufungssituation mit historisch bedingen Strukturdefiziten.

Neben pastoralen Projekten werden von Renovabis soziale Projekte, wie etwa Hospiz- und Pflegeeinrichtungen oder auch Einrichtungen zur Jugendbetreuung, mit großem Erfolg in der Anlaufphase gefördert. Die weitere Finanzierung wird dann fast ausnahmslos mit staatlichen Mitteln weitergeführt.

Essenziell wichtig ist der Bildungsbereich, den Renovabis in Tschechien im Rahmen einer Schulprogrammfinanzierung für die katholischen Schulen und verschiedener Projekte in Zusammenarbeit mit den katholischen Hochschulen unterstützt.

Darüber hinaus stellen auch die Ordensgemeinschaften sowie katholische Laienverbände wichtige Partner für Renovabis dar.

Hintergrundartikel

Tschechien in der Zeitschrift OST-WEST. Europäische Perspektiven

Diese Artikel können Sie im Volltext lesen:

Tschechien war zudem Thema von Ausgabe 4/2012 der Zeitschrift OST-WEST. Europäische Perspektiven (OWEP). Inhalt, Beschreibung und alle Beiträge des Heftes. Bestellung des Heftes per E-Mail an owep@renovabis.de bzw. unter +49/(0)8161/5309-71.

Ansprechpartner

  • Referent: Dr. Jörg Basten, Kontakt
  • Sachbearbeitung: Renata Sink, Kontakt
Inhalt erstellt: 03.08.2016, zuletzt geändert: 17.07.2024

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